
Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit
1bis19 unterstützt das „Bündnis Redefreiheit“: Unterzeichnen ab sofort möglich!
und MAGAZIN für demokratische Kultur
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1bis19 unterstützt das „Bündnis Redefreiheit“: Unterzeichnen ab sofort möglich!

Zwei 1bis19-Vorstandsmitglieder fanden den am 3. April hier veröffentlichten Artikel „Die Illusion des Heiligen Krieges“ von Douglas Rushkoff zu einseitig. Wir bringen deshalb einen weiteren Meinungsartikel zum Thema.

Die israelische Bevölkerung ist in der Unterstützung des Krieges nicht geschlossen. In einem Meinungsartikel fordert der jüdisch-US-amerikanische Autor, das Judentum als spirituelles statt als nationales Projekt wiederzuentdecken. 1bis19 druckt den gekürzten Text als Friedensbotschaft zu Ostern ab.

„Der Staatsverrat“, veröffentlicht 2025 in der Achgut-Edition unter Mitarbeit des bekannten Arztes und Autors Gunter Frank, ist ein Buch für Fans. Es erfüllt zwar den hochgesteckten Anspruch, den Verrat ideologiegeschichtlich zu erklären, nicht. Trotzdem sollte man das Buch konsultieren.

Das von nur drei Personen angestrengte Volksbegehren „Stoppt Gendern in Hessen” stand vor großen Hürden und war trotzdem zu Beginn sehr erfolgreich. Was dann allerdings geschah, könnte man in ein Lehrbuch über die Funktionsweise „unserer Demokratie“ aufnehmen.

Politische Analysen zum regierenden Parteienkartell und gesellschaftlichen Mitläufertum, geschichtliche Erfahrungen nicht nur aus der DDR, provokante Fragen und der authentische Optimismus, dass die Faszination der Freiheit die Opposition weiter anwachsen lässt – das war die 1bis19-Podiumsdiskussion 2025 mit Vera Lengsfeld, Roland Tichy, Peter Grimm und Gerd Buurmann.

Zum Gewinner des 1bis19-Negativpreises 2025 hat die Jury das Bundesverfassungsgericht gewählt. Carlos A. Gebauer und Volker Boehme-Neßler begründen das mit dem kaum wiedergutzumachenden Vertrauensverlust, den die Richter in den letzten Jahren verschuldet haben.

Die Stadt Ludwigshafen war bei der 1bis19-Negativpreis-Vergabe 2025 Zweitplatzierter: Roland Tichy fasst zusammen, wie dort das Wahlrecht - das Heiligste der Demokratie - geschändet wurde.

Angela Merkel belegte bei der 1bis19-Negativpreis-Vergabe 2025 den dritten Platz. Sie selbst mag damit gar nicht einverstanden sein. Vera Lengsfeld erläutert, warum.

Gegenöffentlichkeit lebt von Widerspruch UND Überzeugung, von Lob UND Tadel. Deshalb wurde bei der 1bis19-Preis-Verleihung 2025 nicht nur ein Satirepreis für die schlimmsten Grundrechtsverletzungen vergeben. Der Weimarer Familienrichter Christian Dettmar wurde für seinen würdigen Umgang mit den Grundrechten geehrt.

Videomitschnitt der 1bis-19-Preis-Verleihung Oktober 2025 in Köln mit allen Preisreden und Podiusmdiskussion. Bekannte Mitwirkende: Vera Lengsfeld, Gerd Buurmann, Peter Grimm, Roland Tichy sowie in Abwesenheit Volker Boehme-Nessler, Christian Dettmar, Carlos A. Gebauer.

Mit der neuen TTPA-Verordnung will die EU künftig „politische Werbung“ hart verfolgen, die geeignet ist, das Ergebnis einer Wahl zu beeinflussen. Das ist ein weiteres Instrument zur Verfolgung missliebiger Redaktionen und Medienhäuser – und die reine Willkür. Denn jede öffentliche politische Aussage ist geeignet, das Ergebnis einer Wahl zu beeinflussen; jede Aussage kann daher als „politische Werbung“ denunziert werden. Statt das Grundgesetz zu schützen, hat die Bundesregierung eilfertig bereits einen Gesetzesentwurf eingebracht.

Ein Neujahrsbrief 2026 von Johannes Kirnberger. Angesichts der vielen Themen, die die Menschen beschäftigen, lässt sich ...

Einsatzfähig - ein Cartoon von Bernd Zeller

Auf dem Weihnachtstisch für die allgemeine Öffentlichkeit liegt ein neues Buch über Angst und Angstpolitik. Lernen wir daraus etwas, das wir noch nicht wüssten? Brauchen wir es?

Die Demokratie zerfällt – noch nicht in ihren formalen Strukturen, aber als freiheitlicher politischer Prozess. Eine politische Klasse eignet sie sich für eigene Besitzstandswahrung an und höhlt sie aus. Die Substanz der Demokratie kann man nur retten, wenn man sich wieder aktiv einmischt.

In ihrem Verordnungsentwurf zur „Chatkontrolle“ hat die EU-Kommission ihr Verständnis von den Grundrechten der EU-Bürger offenbart. Die Verordnung wird zwar erst einmal nicht umgesetzt, aber das Dokument lässt ahnen, wie die Kommission auch zukünftig mit den Grundrechten umgehen wird.

Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt, Publizist und Mitglied der Jury beim 1bis19-Preis für den „kreativsten“ Umgang mit den Grundrechten, begründete die Vergabe des Preises an das Deutsche Bundesverfassungsgericht mit fundamentalen handwerklichen Fehlern in der Corona-Rechtsprechung.

Zahlreiche Medien haben bereits über die 1bis19-Jahresveranstaltung 2025 mit der erstmaligen Verleihung des „Grundrechte-Preises“ berichtet. Es folgt ein Veranstaltungsbericht aus der Innenperspektive.

Der ehemalige Weimarer Familienrichter Christian Dettmar sollte auf der 1bis19-Jahresveranstaltung am 25.10. 25 in Köln einen Ehrenpreis erhalten. Aus rechtlichen Gründen konnte ihm der Preis nicht verliehen werden. Christian Dettmar wurde trotzdem gewürdigt.

Die Diskussion um die Frage, ob zuerst eine kompromisslose Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen-Politik notwendig ist oder doch zuerst ein versöhnliches Zugehen auf die Verantwortlichen, reißt nicht ab. Klar ist, die gesellschaftliche Spaltung soll überwunden werden. Der Autor nennt offene Fragen und konkrete Forderungen.

Den nationalen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit hat die saarländische Ministerpräsidentin dafür instrumentalisiert, ein kommendes AfD-Verbot in den Raum zu stellen, mit den suggestiven Worten: „Wir müssen die bundesrepublikanische Demokratie gegen verfassungsfeindliche Kräfte verteidigen – ge- und entschlossen. Und ja, dafür müssen im Zweifel auch jegliche Mittel, die die Verfassung bietet, vorbereitet werden“. Der Autor kommentiert die Demokratievergessenheit der SDP-Parteipolitikerin.

Der 1bis19-Preis für den kreativsten Umgang mit den Grundrechten wird jährlich denjenigen verliehen, die die Grund- und Freiheitsrechte unserer Einschätzung nach nicht angemessen respektieren.

Investition in Politik

Die anstehende Wahl drei neuer Bundesverfassungsrichter könnte der Regierung den Weg für einen Demokratieabbau ebnen. Wesentliche Grundrechte – das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Eigentum bspw. – sind nicht mehr sicher. Eine Rückschau auf die politischen Ziele der bisher öffentlich diskutierten Kandidatinnen.

Luxemburgs Armee ist nicht groß, aber bedeutend. Denn wer soll den Heldentod sterben, wenn nicht die Soldaten einer kleinen Armee? Die Aufrüstung und NATO-Doktrin Frieden schaffen mit immer noch mehr Waffen wird durch rhetorische Feindbilder mobilisiert. Doch tatsächlich besteht die größte Gefahr für die Demokratie im permanenten Ausnahmezustand, der mit dieser Rhetorik absichtlich geschaffen wird.

Landschaft und sozialer Raum werden von vielen geteilt. Es müssen also mehr als nur zwei sich gegenseitig ausschließende Stimmen zum selben Problem gehört werden, wenn man es verstehen und lösen will. Der Blick eines Büros für Landschaftskommunikation auf die „bipolare Störung“ des politischen Diskurses.

Berechtigte Sorge - ein Cartoon von Bernd Zeller.

Seit ihrer Gründung setzt sich die Initiative 1bis19 dafür ein, dass die deutschen Grundrechte von den Staatsgewalten, ihren Repräsentanten und Ablegern in der medialen Öffentlichkeit nicht im Wege kreativer Auslegung umgangen werden. Sie sind Ausdruck der Menschenrechte und beschränken die Staatsmacht, nicht die Bürger. Um auf die heftigsten Verstöße aufmerksam zu machen, hat der Verein nun den „1bis19-Preis für den kreativsten Umgang mit den Grundrechten“ ausgelobt. Schlechte Stimmung soll damit nicht erzeugt werden, aber mehr öffentliche Aufmerksamkeit.

Samira Akbarians „Recht brechen“ (2024) analysiert zivilen Ungehorsam als „Verfassungsinterpretation“ von Sokrates bis zu „Klimakleber*innen“. Sie lobt deren sichtbare, körperliche Proteste, schließt jedoch Bewegungen wie Anti-Corona-Demos oder den Capitol-Sturm aus, ohne tiefere Prüfung. Ihre „Dekonstruktion“ hinterfragt Annahmen nicht, bleibt selektiv und normativ. Die Theorie bleibt oberflächlich und spiegelt das Scheitern einer Corona-Aufarbeitung wider.