Überlegungen zum Danach

Aus gesellschaftlicher Perspektive stelle ich mir seit Monaten folgende Frage: wie wird es nach Beendigung der „Epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ mit unserer Gesellschaft weitergehen? Werden wir nahtlos da weitermachen, wo es im Februar 2020 begann? Wie wird der Polizist, der qua seines Amtes und der Verfügung durch die Regierung Privatwohnungen kontrolliert, Gastronomen und Unternehmer, die ihrer Arbeit nachkommen wollten, mit horrenden Geldstrafen belegt hat, Masken-Verweigerer verfolgt und abgeführt hat, Grill-Nachmittage mit Waffengewalt aufgelöst hat in den Spiegel schauen? Der Nachbar, der die Zahl der Menschen im Nebenhaus minutiös gezählt, für strafbar erachtet und angezeigt hat? Der Politiker, der es in Kauf genommen hat, dass Millionen Kinder massive psychologische Schäden durch den endlosen Lockdown erlitten haben? Werden wir alle als Gesellschaft sagen: Nun ist alles wieder gut, Schwamm drüber, lass uns zusammenkommen, das Leben feiern...
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Kollateralschäden

„Die Maßnahmen, die wir jetzt ergreifen, sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig.“ So äußerte sich unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel am 29.10.2020 in einer Regierungserklärung angesichts des damals beschlossenen erneuten Lockdowns, der am 02. November in Kraft treten sollte. Merkel bezog sich in dieser Aussage auf einen rechtsstaatlichen Grundsatz, und zwar auf das sogenannte Verhältnismäßigkeitsprinzip, dem alle staatlichen Eingriffe in Rechte des Einzelnen genügen müssen. Demnach muss ein staatlicher Eingriff geeignet sein, das angestrebte Ziel zu erreichen. Er muss erforderlich sein, das heißt, es darf kein geeignetes milderes Mittel geben. Und selbst ein sowohl geeigneter als auch erforderlicher staatlicher Eingriff darf nicht vorgenommen werden, wenn der erwartete Schaden in keinem angemessenen Verhältnis zu seinem Nutzen steht ...
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COVID-19 holistisch betrachtet: Eine Zusammenfassung

Am 20. Mai 2020 veröffentlichte ich ein 57-seitiges Dokument: „COVID-19 (SARS-CoV-2) holistisch betrachtet - Eine kommunikations- psychologische, gesellschaftsphilosophische und biomedizinische Analyse der Pandemie.“ Grund für die Veröffentlichung war meine Feststellung, dass es während der COVID-19-Krise in weiten Teilen zu einer Fehlkommunikation zwischen Wissenschaft, Politik, WHO und Gesellschaft kam. Im Folgenden möchte ich einen Einblick in die umfangreiche Analyse geben. Wie komme ich auf die These, dass es eine Fehlkommunikation gab und nach wie vor gibt? Dazu finden sich gleich mehrere Anhaltspunkte, die ich auch in meiner Analyse beschrieben habe ...
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Warum können wir eigentlich nicht miteinander sprechen?

Wie konnte das passieren? Wie konnte es soweit kommen, dass viele, viele Menschen (und nicht die schlechtesten) den Verstand verlieren? Das fragen wir uns jetzt, die Wenigen, die von sich glauben, sie hätten ihn noch. Ich brauche nicht alles aufzuzählen, was in den letzten Monaten daran zweifeln ließ, ob die, die irrationale Maßnahmen anordnen, ausführen, durchsetzen oder mitmachen, noch bei Trost sind. Jeder weiß, oder sollte wissen, was ich meine, denn die Welt ist aus den Fugen, die Fälle sind bekannt: Es werden fünf Menschen ihrer Freiheit beraubt, weil in der Familie ein Kind ist, in dessen Schule ein anderes Kind – mit dem erstgenanntes gar keinen Kontakt hatte – positiv auf Corona getestet wurde, mit einem Test, bei dem sogar der Hersteller sagt, dass man, um sicherzugehen, im Falle eines positiven Ergebnisses noch einmal nachtesten müsse, schließlich könnte der Test auf Virusreste oder ein anderes Virus angeschlagen haben. Hätte man einem Juristen vor zwei Jahren erzählt, dass so etwas ausreicht, um gleich mehrere berufstätige Menschen für zwei Wochen in ihrer Wohnung einzusperren, er hätte es nicht für möglich gehalten ...
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Pressemeldung zur Unternehmerversammlung vom 10. April 2021

Die Unternehmerinitiative Wir stehen Zusammen veranstaltete am 10. April 2021 eine Versammlung zum Abgleich der Interessen und Haltung zu den Corona-Maßnahmen sowie einer Abstimmung von Gegenmaßnahmen. Versammelt waren Unternehmer aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Es herrscht breiter Konsens darüber, dass die von der Bundesregierung angestrebte Ausrichtung von Maßnahmen an Inzidenzwerten, verbunden mit einer massiven Ausweitung von Tests in Schulen und Firmen, zwangsläufig in einen langen Lockdown führen wird, unabhängig vom tatsächlichen Infektionsgeschehen. Die verringerte Testaktivität über Ostern und die daraufhin rapide sinkende Zahl des Inzidenzwerts, gefolgt von einer schlagartig steigenden Inzidenz mit Einsetzen einer größeren Zahl von Tests hat diese Dynamik anschaulich vor Augen geführt. Auch deshalb ist die geplante Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes abzulehnen.
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Der Rechtsstaat erodiert seit Jahren

Negative Selektion: Mitläufer machen Karriere. Die Parteifunktionäre fördern den Nachwuchs, der treu ergeben ist und nicht durch eine abweichende Meinung auffällt. Das ist menschlich verständlich, denn es ist schön, von Menschen umgeben zu sein, die einen loben. Außerdem sind diese kritiklosen Mitläufer meist nicht sonderlich intelligent und stellen somit keine Konkurrenz dar, die dem Abgeordneten sein Amt streitig machen könnte. Natürlich gilt das nicht für alle Abgeordneten. Manche haben die Delegierten auch durch jahrelange gute inhaltliche Arbeit überzeugt. Aber der Trend geht nach meiner Wahrnehmung mehr zum Mitläufer ...
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Wie geht es weiter an unseren Schulen?

Einer meiner Schüler sagte die Tage zu mir: „Irgendwie hat unsere Schule ihr Konzept verloren.“ In Gedanken stelle ich diese Aussage meinen Kolleginnen vor. Gehe den möglichen Diskurs durch und befürchte, dass es auf Folgendes hinausläuft: „Die Kinder haben Schulzeit verloren, es gibt Nachholbedarf, wir müssen den Stoff vermittelt bekommen“. Supervision? Schulterzucken, Lächeln: „Corona?“ „Oh, vergessen!“ Gut, dass es Ironie gibt…
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Der Spiegel und Corona – Niedergang einer Institution

Mit Ausnahme von Franziska Augstein scheinen sämtliche Spiegel-Kolumnisten, die sich zum Thema Corona äußern, stramm auf Linie der Bundesregierung zu sein. Auch die übrigen Autorinnen und Autoren können im Spiegel wohl überwiegend nur auf dieser Seite stehen. Sie diffamieren Kritiker der Maßnahmen als Corona-Leugner, teilen Virologen und andere Wissenschaftler in gute und schlechte ein, fällen moralische Urteile über Maskenverweigerer und Menschen, die andere Wege gehen wollen. Drei journalistische Tiefpunkte möchte ich hier auflisten ...
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Die sektiererische Demokratie des Libanon

Im Libanon sind die Regierungsämter unter den führenden Religionsgruppen aufgeteilt. Statt zu einer Befriedung des Landes hat diese Politik zu Stillstand und Korruption geführt. Droht der Libanon, ein gescheiterter Staat zu werden? Wir haben das Stadium des Zusammenbruchs erreicht! Ein Satz, den wir auf den Lippen eines jeden Bürgers und Einwohners im Libanon hören. Die Währung hat ihren Wert verloren, seit der Dollarkurs auf 15.000 libanesische Pfund gestiegen ist. Die Preise spielen verrückt, die Kaufkraft ist gesunken und die Gehälter werden bedeutungslos. Dieser wirtschaftliche Zusammenbruch begann 2019, als die Landeswährung mehr als 78% ihres Wertes verlor. Die Bürger machten die libanesische Regierung und die Parteien dafür verantwortlich, da sie diejenigen sind, die während der letzten 30 Jahre die Korruption in den staatlichen Institutionen gefördert haben ...
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Offener Ärztebrief an Karl Lauterbach

Möchten Sie diesen Brief unterstützten? Informationen unter: aerztebrief.de Herrn AbgeordnetenDr. Karl LauterbachDeutscher Bundestag Platz der Republik 111011 Berlin Berlin, 29. März 2021 Offener Brief: Trennung der Arzt-Rolle von Ihrer politischen Betätigung Sehr geehrter Herr Dr. Lauterbach, als Politiker der Regierungskoalition sind Sie prominenter Unterstützer von deren Corona-Politik. Immer wieder treten Sie mit extremen Meinungsbekundungen im Zusammenhang mit SARS-CoV2-Infektionen auf. Dabei nehmen Sie zumindest billigend in Kauf, in der Bevölkerung den Irrtum auszulösen, Ihre Äußerungen gründeten auf Ihrer ärztlichen Kompetenz oder auf ärztlicher Verpflichtung gegenüber dem Allgemeinwohl. Beispielhaft hierfür ist Ihr Tweet vom 26.3.21 (siehe Anlage):…
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Und das Publikum? Schweigt

Fast ein Drittel meiner Kollegen aus der freien Szene hat ihre Berufung bereits an den Nagel gehängt, und es werden immer mehr. Denn sie haben das Herumkrebsen von einer Soforthilfe zur nächsten satt und sehen das Schweigen des Publikums als Zeichen dafür, dass sie offenbar nicht systemrelevant sind. Sind wir nichts anderes als Pausenclowns, die zwar das Leben stimulieren, wenn sie da sind, aber nicht wirklich fehlen, wenn sie weg sind? Sind wir kaum mehr als ein netter Zeitvertreib, den man jetzt auf unbestimmte Zeit mit Serien ersetzen kann? Warum fordert Ihr nicht die sofortige Wiederaufnahme aller Theaterstücke, die Wiederbelebung der Konzertszene, das Öffnen aller Auftrittsorte...?
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Wie es jetzt weitergeht

11. März 2021 - Wer mir vor einem Jahr erzählt hätte, daß im Februar 2021 in der Zeitung unter „Kriminalität“ stehen würde, daß die Polizei einen illegalen Kindergeburtstag aufgelöst hat, dem hätte ich einen an der Waffel bescheinigt. Ist jetzt aber Realität. Als Drehbuchautor kann ich da nur staunen – und mir ein Beispiel nehmen. Ab sofort geht einfach alles. Zum Beispiel die folgende Chronologie einer möglichen Zukunft. Die denke ich mir jetzt aus, und wer mir erzählen will, das sei unrealistisch, den schicke ich auf einen aufgelösten Kindergeburtstag...
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