„Die Menschen brauchen Nähe und Gemeinschaft!“ – Pfarrer Thomas Dietz aus der Uckermark

Im April 2020, im ersten Lockdown, schrieb Pfarrer Dietz einen Offenen Brief an den Ministerpräsidenten von Brandenburg. Ein Notruf an die Politiker seines Landkreises. "Die Menschen sind in eine Angstpsychose versetzt worden, wie ich sie in meiner Arbeit als Seelsorger noch nie erlebt habe. Sie brauchen Nähe und Gemeinschaft! “ Im zweiten Lockdown sagt er: "Meine Aufgabe ist es, alles zu versuchen, um sie aus Ihrer Schockstarre zu holen." Er ermöglicht Gemeinde-Gespräche, bietet sachliche Informationen an, versucht lebensnotwendige Nähe zu pflegen, Denunziantentum zu vermeiden… Das Interview wurde im November 2020 geführt
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Covid-19: Alternativen zum Lockdown? Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kollateralschäden

Audio-Interview mit dem Epidemiologen Dr. Friedrich Pürner und Prof. Christoph Lütge, Wirtschaftsethiker an der TU-München.
Interview-Auszug
Herr Lütke, Sie sind Professor für Wirtschaft und Ethik. Was die Ethik betrifft, haben wir da nicht einen großen Fehler gemacht, indem wir die Folgen nicht frühzeitig betrachtet haben?
"Was ich als Ethiker beklage, ist die Einseitigkeit, dieses Fokussieren auf einen einzigen Aspekt. Ethik ist dafür da, zu reklamieren, dass man verhältnismäßig vorgeht, eine Verhältnismäßigkeit der unterschiedlichen Aspekte eines Phänomens. ...."
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Maßnahmen als Gewinn? Oder, wer Maske trägt gehört dazu!

Ich mache mir Gedanken, und zwar über die Gesellschaft und diejenigen, die mit aller Vehemenz die derzeitige Corona-Strategie befürworten und verteidigen, selbst mit unglaublichen Argumenten. Ein Video brachte mich dazu, genauer über dieses Thema nachzudenken. Infektionsherd Rodelberg: In traumhafter Winterkulisse an einem schneebedeckten Rodelberg rutschen kreischende Kinder mit ihren Freunden und Eltern den Rodelhang hinab und haben sichtlich Spaß dabei. Bis im Video plötzlich zwei Männer des Ordnungsamtes losstürmten und nach einem kurzen Sprint bergauf einen Mann stellten, der vermeintlich ohne Maske den Berg hinauf ging…
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„Mensch Alma, es ist so schön, dich zu sehen! Wann warst du zuletzt in der Schule?“ – „Vor Weihnachten“

Halbjahres-Elterngespräch: „Alma, wie geht es dir?“ Keine Eröffnungsfloskel, ich meine es ernst. Als hätte Alma auf diese Frage gewartet, schießen ihr Tränen in die Augen. Es entlädt sich ein Druck, der anscheinend schon länger keinen Platz mehr hatte. Darauf war ich nicht vorbereitet. Du musst jetzt hundert Prozent anwesend sein, sage ich zu mir, musst den kompletten Zugriff auf deine Erfahrung in authentischem Zuhören, persönlicher Sprache auf Augenhöhe abrufen. „Ich will wieder in die Schule! Ich halte es nicht mehr aus!“ ...
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Arbeitstherapie mit psychisch beeinträchtigten Menschen

Unser Job ist, Optimismus auszustrahlen, ruhig zu bleiben, die Menschen aus Ihrer Angst zu holen. Manchmal bin ich den ganzen Vormittag im Gespräch. Erfolg bedeutet, wenn ein Lächeln über ein Gesicht huscht. Es ist gut, dass sie hier sind. Denn neben einer warmen Mahlzeit gibt es auch Raum für Arbeit und Konversation. So gesehen sind wir eine Insel inmitten unruhiger und herausfordernder Zeiten. Ein paar Stunden, an denen sie nicht isoliert, nicht einsam sind …
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Journalismus ist nicht umsonst.

Sturheit rächt sich

Warum die Deutschen nicht aus dem Lockdown-Dilemma herauskommen Von Clara Riesling, Autorin bei 1bis19 Am Anfang war das Wort „Die Infektions-Zahlen müssen runter“ – dieses Mantra begleitet uns seit Beginn der Anti-Corona-Politik in Deutschland. Gemeint sind die so genannten Infizierten-Zahlen,…
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