Impf-Apartheid auf dem Vormarsch

Der 10. August wird als weiterer dunkler Tag in die jüngste deutsche Geschichte eingehen. Die Ministerpräsidentenkonferenz rund um Kanzlerin Angela Merkel hat festgelegt, Menschen ohne Corona-Impfung künftig zu diskriminieren. Wo bleibt die Empörung?

Ein Kommentar von Nadine Strotmann

Lesedauer 2 Minuten
1bis19-Impf-Apartheid auf dem Vormarsch

Wer in den vergangenen Tagen Aussagen rund um das Thema Impfungen in Deutschland medial verfolgt hat, vermag oft seinen Augen und Ohren nicht zu trauen. Aus allen Richtungen sprießen Emporkömmlinge eines neuen Hygiene-Faschismus. Ohne Scham pfeffern sie Hetzparolen über sämtliche Kanäle. Das Ziel: die Menschen mit massivem Druck zur Impfung zu nötigen.

Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, sieht Diskriminierung neuerdings locker. Früher noch Verfechter von Menschenrechten, jetzt Verfechter von Impf-Apartheid. Im ZDF-Sommerinterview plaudert Habeck, leicht gebräunt und launig, nur Geimpften ihre Grundrechte und ihr freies Leben zurückgeben zu wollen. „Geimpfte werden mehr Rechte haben“, so Habeck, während ein leichter Wind durch seine Haare weht. Kritische Nachfragen? Keine.
Jutta Dittfurth, ehemaliges Mitglied bei den Grünen, verkündet über Twitter, dass Menschen, die sie sich nicht impfen lassen würden und erkrankten, kein Mitgefühl zu erwarten hätten. „Versteht bitte, wenn wir unser Mitgefühl auf die unschuldig Kranken begrenzen.“ Aha, schuldig und unschuldig krank?

Noch einen drauf setzt FDP-Mitglied Rainer Stinner. Er twittert fröhlich: „Kein Impfgegner wird wie ein Staatsfeind behandelt, er darf nur hoffentlich bald nicht mehr unter die Leute gehen, weil er ein gefährlicher Sozialschädling ist.“ Hui, das hatten wir ja schon lange nicht mehr! Gibt es denn schon Pläne zur Abholung und Umerziehung?
Zu guter Letzt hetzt auch noch Ralph Brinkhaus, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in einem Zeitungsinterview die Geimpften gegen die Ungeimpften.

In den Tenor der Ausgrenzung fallen derzeit viel zu viele. Vor unser aller Augen manifestiert sich mit dem Beschluss vom 10. August eine neue Impf-Apartheid, eine zwei-Klassengesellschaft. Wann kommt denn endlich der laute gesellschaftliche Aufschrei? Wenn eine Impfung tatsächlich wirkt, dann schützt sie vor allem den Geimpften. Alles andere ist die große Mär der großen Solidarität, die vor allem der Pharmaindustrie hilft. Ob geimpft oder ungeimpft, wir sind EINE Gesellschaft. Und wir sollten uns jetzt GEMEINSAM über diese Spaltung empören. Es reicht!

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