Team Meinungsvielfalt. Ein Abend mit Jimmy Gerum und „Leuchtturm ARD“

Ein Bericht von Sandra Bareis-Lange

Lesedauer 2 Minuten
Ausschnitt aus dem Leuchtturm ARD Logo– Quelle: Logos

Jimmy Gerum, Filmproduzent und Gründer der Bürgerinitiative „Leuchtturm ARD“, sprach am 23.03.2026 im Rahmen einer Zoom-Konferenz mit Mitgliedern des Vereins 1bis19 über die Möglichkeiten, gemeinsame Arbeitsebenen für Aktive in der Freiheitsbewegung zu finden. Er möchte verbinden und aus den vielen Akteuren ein schlagkräftiges „TEAM Meinungsvielfalt“ formen.

In der Freiheitsbewegung gibt es viele Akteure, die gute Ideen haben, denen es aber an Sichtbarkeit und Wirksamkeit fehlt. Aktionen erreichen oft nur die eigene „Blase“.  Wie also können wir Sichtbarkeit schaffen und so Veränderungen bewirken? Gerums Vorschläge seien hier für alle, die nicht dabei sein konnten, referiert:

Synapse und Akkumulation

Die Kreativität der Opposition müsse wahrgenommen werden. Gute Demokraten wollten einen fairen Wettbewerb der besten politischen Ideen. Das Wichtigste sei die gegenseitige Vernetzung und „Akkumulation“: Kräfte und Ideen sollten gebündelt werden, um den Anliegen Gewicht zu verleihen und gesellschaftlich relevant zu werden.

Dafür sei es wichtig, uneigennützig und groß zu denken. Gemeinsame Nenner sollten sein: Aufrichtigkeit und respektvoller Umgang, offener Dialog auf Augenhöhe, gewaltfreie Kommunikation.

Ziel dieser von ihm so genannten „Synapse“ sei es zunächst, dass sich aus 100 Initiativen jeweils ein Mitglied für eine Stunde pro Woche in der Vernetzung engagiere und ein Austausch stattfände. (Wer macht was wann?) Internet und Social Media würden dieses Vorhaben erleichtern.

Durch den Austausch entstünden Wissensmehrung, Dynamik und Kreativität, die dann wiederum andere Initiativen inspirierten. Diese Akkumulation könne dann einen Exponentialeffekt auslösen, der zu gesellschaftlicher Sichtbarkeit und Relevanz führe.

Eine Schlüsselstelle seien die Medien und der ÖRR. Veranstaltungen und Aktionen müssten publik gemacht werden. Ein Vorteil hierfür seien die bereits bestehenden dezentralen Strukturen der Akteure, die genutzt werden könnten. Presseverteiler in jeder Stadt sollten entstehen, über die Termine für Veranstaltungen gestreut und Pressevertreter eingeladen werden könnten. Die demokratische Meinungsvielfalt müsse abgebildet werden – dazu brauche es Öffentlichkeitsarbeit und guten Journalismus. Medienberichte über Veranstaltungen würden dazu führen, dass die Bürger informierter und mündiger werden und es dann zu einer „ethischen Zeitenwende“ kommen könne, wie Gerum es ausdrückt.

„Leuchtturm ARD“

Als Beispiel einer gelungenen Akkumulation nannte Gerum seine Bürgerinitiative „Leuchtturm ARD“. Diese Bürgerinitiative hat sich das Ziel gesetzt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu reformieren, da dieser nicht mehr ausgewogen berichte, sondern meinungslenkend. Die Initiative ließ gerichtlich prüfen, ob der Rundfunkbeitrag auch zu leisten ist, wenn das Programm einseitig ist.  Das Verwaltungsgericht München und der bayerische Verwaltungsgerichtshof hatten eine inhaltliche Programmprüfung abgelehnt, denn dafür seien die Rundfunkräte im Rahmen der Programmbeschwerden zuständig. Doch das Bundesverwaltungsgericht hat, als höchste Instanz, am 15.10.2025 entschieden, dass die Verwaltungsgerichte inhaltlich prüfen müssen, ob es Anhaltspunkte gibt, dass der ÖRR seinen Auftrag nicht erfüllt. Denn wenn der ÖRR kein ausgewogenes und vielfältiges Programm bietet, kann der Rundfunkbeitrag verfassungswidrig sein. Dieses Urteil wird von Gerum als großer Erfolg gewertet. Er verdeutliche die Dynamiken, die durch ein gemeinsames Ziel und ein gut vernetztes und schlagkräftiges Team entstehen können. Man kann gespannt sein auf die nun mögliche gerichtliche Klärung.

Informationen zur Mitarbeit bei Gerums „Team Meinungsvielfalt“ unter info@leuchtturmARD.de.

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert