Wohin wird sich Deutschland entwickeln?

Ein Neujahrsbrief von Johannes Kirnberger

Was steht an im Neuen Jahr? Ein Neujahrsbrief mit Rückblick und Prognose.

Lesedauer 3 Minuten
Aufstieg ins Licht- © Johannes Kirnberger

Liebe Alle,



ein weiteres Jahr im besten Deutschland aller Zeiten geht zu Ende, und wir sind nicht wirklich sehr viel weitergekommen. So zumindest der erste Eindruck.

Genauer betrachtet hat sich aus meiner Sicht jedoch etwas verändert. Ein nicht unerheblicher Teil der Gesellschaft ist kritischer geworden. Nicht aufgewacht – bis dorthin ist noch ein weiter Weg. Aber die Leute sind misstrauischer. Man merkt es daran, dass die Impfbereitschaft nachlässt. Man merkt es in den Diskussionen auf Social Media. Der Gegenwind ist zwar noch da, aber die Argumente beschränken sich inzwischen darauf, gebetsmühlenartig Dinge zu wiederholen, die längst widerlegt wurden.

Wohin wird sich Deutschland entwickeln? Angesichts der vielen Themen, die die Menschen beschäftigen, lässt sich aus meiner Sicht kaum eine Prognose erstellen.

Da wäre die Rolle unserer Politiker im Weltgeschehen. Haben Merz & Co. überhaupt noch etwas zu melden? Die Akteure der Weltbühne sind meiner Meinung nach nicht in Berlin, sie sind in Moskau, Washington und Peking. Trump, der unter dem Motto „I’m always a little bit crazy“ agiert, ist ohnehin unberechenbar.

Aber ist er das wirklich? Auf ServusTV habe ich neulich einen für mich interessanten Denkanstoß bekommen: Trump ist ein politischer Abenteurer – flexibel und daher schwer berechenbar. Er sondiert Lösungsansätze, und wenn sie nicht funktionieren, versucht er etwas gänzlich anderes. Ich kann nicht beurteilen, ob das, was Trump macht, gut oder schlecht ist. Was wir aber mit Sicherheit sagen können, ist aus meiner Sicht, dass die deutsche Führung dabei ist, die Kontrolle zu verlieren.

Der erdrückende Schuldenberg wird immer deutlicher zutage treten. Das Corona-Desaster liegt ohnehin offen da, und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand aus dem Mainstream eines der Themen aufgreift und versucht, damit die Auflage zu steigern. Die anderen dürften dann – Lemmingen gleich – folgen, denn am Ende geht es um Auflage und Mausklicks.

Schlussendlich sind die Herrschaften im Elfenbeinturm ohnehin nur noch damit beschäftigt, mithilfe von Ablenkungsmanövern das Volk in Aufregung zu halten. Doch halt: Trotz aller Aufregung zeigt sich offen, dass die Menschen keinen Krieg wollen. Man kann stundenlang über Wehrpflicht streiten, sie befürworten oder dagegen sein – doch der Großteil der Jugend scheint kein Interesse an Krieg daran zu haben, und das ist gut so.

Davon abgesehen gibt es keine Infrastruktur, noch nicht einmal Kreiswehrersatzämter. Und bei der Bürokratie in Deutschland dauert schon eine Baugenehmigung fünf Jahre. Gleiches gilt für digitale Überwachungssysteme. Deutschland kann nichts mehr – und das erste Mal in den letzten 20 Jahren könnte man zu dem Schluss kommen: Gut, dass so viel verschlafen wurde. Es gibt also zum Jahresende durchaus gute Neuigkeiten.

Positiv ist auch: Der kritische Teil der Gesellschaft hat sich im Grunde gefestigt. Wir sind in einer Art Parallelgesellschaft angekommen. Man mag das kritisieren, aber das Leben geht ja weiter. Und ich finde es schön, dass man hier bei 1bis 19 diskutieren kann – egal ob links oder rechts, ob für oder gegen Autos, ob für oder gegen Wehrpflicht. Jeder trägt seinen Teil zur Wissenserweiterung bei, und wir profitieren schlussendlich von den Einwürfen unserer Diskussionspartner.

Deshalb meine ich: Lassen wir uns nicht verrückt machen!

Paul, dessen Idee wir die Existenz der 1bis19-Initiative verdanken, sagt immer zum Ende seines Podcasts: „Genießt das Leben, denn dazu ist es da.“

Guten Rutsch euch allen! Feiert schön – laut oder leise, mit Freunden, im Club, im Gebirge – wo auch immer.

Liebe Grüße, wie so oft irgendwo aus den Bergen.

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