1bis19-Workshop 17. bis 19. April 2026 „Laut und leise – Die Klugheit des Widerstands“

von Redaktion

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Laut und Leise – © Johannes Kirnberger

1bis19 macht eine eigene Corona-Aufarbeitung: Aus der zeitlichen Distanz heraus soll über die Qualität des damaligen Widerstands nachgedacht werden. Alle Formen des Widerstands sollen berücksichtig werden, auch die unauffälligen, die vielleicht noch mehr gewirkt haben als die lauten Aktionen: kluge Lehrer, Ärzte, Funktionäre, die maßvolle Entscheidungen getroffen haben, Kinder und Jugendliche, die sich mit natürlicher Begabung Freiräume gesucht haben … Umgekehrt haben öffentliche Veranstaltungen mit Prominenten aus dem laut protestierenden Widerstand immer nur dasselbe Publikum angezogen. Welche mediale, soziale, politische Wirksamkeit diese Veranstaltungen insgesamt wohl hatten?

Wir wollen uns offen über persönliche Erfahrungen und eigene Beobachtungen austauschen: Wer oder was war damals gut, wer oder motiviert und inspiriert mich heute? Wie kann man
Poesie, Kunst, Humor, Spiel und Zusammensein als Motivation und Mittel des Protests nutzen?

Von der Reflexion gehen wir zur Praxis über: Einige gute Ideen, mit welchen konkreten Aktionen die bundesweite 1bis19-Initiative (laut und leise) vor Ort handeln kann, gibt es schon. Da nicht der Corona-Protest die Gesellschaft gespalten hat, sondern diejenigen, die ihn bis heute zensieren und bestrafen, wäre es zu viel erwartet, bei 1bis19 die Spaltung zu überwinden. Weil wir die Spaltung aber überwinden wollen, kann ein konstruktiver, dialogischer Begriff des Politischen entwickelt und praktisch sichtbar werden, der die Grundrechte, besonders die Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Zentrum hat: mit Dialog statt Konfrontation, Vielfalt statt Polarisierung, Zuhören vor dem Antworten, respektvoller
Kritik statt Abwertung …

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