Eine Collage zum Artikel 1 des Grundgesetzes
von Lars Fischer

Menschenwürde ist nicht gesetzt – © 2026 Lars Fischer
Dass jedem Menschen eine unantastbare Würde zukommt, ist eine – mit Blick auf die Geschichte der Gattung Mensch – sehr junge Idee. Ein Blick auf die tödlichen Fehden und die zahllosen Kriege, die uns bis heute begleiten, und in denen gegenwärtig viele Menschen, die diese Kriege nicht wollen, sterben, hungern, seelisch versehrt werden, sollte dies in aller Deutlichkeit vor Augen führen.
Menschenwürde ist kein Naturgesetz, sondern als ursprünglich bürgerlich-emanzipatorische Idee eine Aufforderung, als gleiche und freie Menschen unser gesellschaftliches Leben zu begreifen und zu gestalten – eingedenk all der Widersprüchlichkeiten, die damit verbunden sind.
Ich bin kein Künstler. Aber seit Jahren versuche ich hin und wieder, in Form von Collagen mein Denken etwas zu ordnen. Dafür nutze ich Bilder bzw. Bildausschnitte, auf die ich in meinen Gedankengängen zu den jeweiligen Themen stoße. In gewisser Weise bleiben sie auch für mich ein Rätsel.
Zur Person:
Lars Fischer, geboren 1963 in Magdeburg, ist Kulturwissenschaftler und lebt in Eberswalde. Gemeinsam mit Kenneth Anders betreibt er den Aufland Verlag mit Büchern für Landschaften. Er arbeitet in verschiedenen Kulturprojekten.